BMI-Rechner - So berechnen Sie Ihr Idealgewicht mit dem Body Mass Index

BMI Tabelle

BMI Tabelle Mann BMI Tabelle Frau
Untergewicht unter 20 unter 19
Normalgewicht 20-25 19-24
Übergewicht 26-30 25-30
Adipositas 31-40 31-40
starke Adipositas größer 40 größer 40

Der ideale Body Mass Index nach Alter:

Alter optimaler BMI
19-24 19-24
25-34 20-25
35-44 21-26
45-54 22-27
55-64 23-28
älter als 65 24-29

Der BMI ist der Body Mass Index, der Indikator zeigt das Idealgewicht in Relation zu Körpergröße an. Wenn Menschen dieses Idealgewicht erreichen wollen, müssen sie zunächst ihren BMI kennen. Das ist mithilfe des BMI Rechners herauszufinden. Eine bloß “gefühlte” Einschätzung, man sei zu dick oder zu dünn, führt oft in die Irre. Der BMI Rechner wird weltweit als Maßstab für ein optimales Gewicht anerkannt.

Wo kommt der Body Mass Index her?

Dieser Index ist schon fast 200 Jahre alt, er wurde bereits 1832 vom belgischen Statistiker Adolphe Quetelet entwickelt. Der Forscher war auch Astronom und dachte universell, das war beim begrenzten Wissensschatz damals noch möglich. Quetelet wollte eine Weltformel für das „Normale“ finden, das es in der Natur und somit auch beim Menschen geben müsse. Fett und Übergewicht, die Geißeln des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts, waren damals noch längst kein Massenproblem, die Menschen waren eher zu dünn. Doch auch das bedurfte der Untersuchung. Adolphe Quetelet gilt als Erfinder der Sozialstatistik und suchte nach den überall anzutreffenden Eigenschaften von Menschen, die sich in Berechnungen nach dem Vorbild der Gauss’schen Normalverteilung packen lassen. Die BMI-Gleichung war ein Treffer des Forschers, denn sie stimmt und ist bis heute anerkannt. Sie geht von Standardproportionen beim menschlichen Körper aus: Die Relation zwischen Gewicht und Größe von erwachsenen Menschen muss einfachen Gesetzen unterliegen, die sich im BMI niederschlagen.

Vernachlässigung und Neuentdeckung des BMI

Der nach seinem Erfinder benannte Quetelet-Index wurde zunächst wenig beachtet. Gegen Unterernährung konnte er nicht helfen, als Schutz vor Überernährung hielt ihn niemand für nötig: Im 19. Jahrhundert galten füllige Menschen als gesund. Es gab genügend Nahrungskrisen, sodass jedermann gern etwas mehr auf den Rippen hatte, wenn er es sich leisten konnte. Erst durch den Nahrungsmittelüberfluss des späten 20. Jahrhunderts wurde Übergewicht zur echten gesundheitlichen Herausforderung. Erneut sannen Forscher darüber nach, wie wohl das optimale Gewicht beschaffen sein muss, dabei stieß der US-Amerikaner Ancel Keys im Jahr 1972 auf die fast vergessene Formel von Quetelet. Ancel Keys war Physiologe und suchte gerade nach einem Gradmesser, um Fettsucht definieren zu können. Er wendete mit Erfolg Quetelets Gleichung an und nannte sie fortan „Body Mass Index“. Da sich dieser einfach berechnen lässt, wurde er sehr schnell sehr populär. Es gab zu jener Zeit noch weitere Indikatoren, diese fanden aber keine große Beachtung. Indes warnte der Forscher Keys davor, für Individuen die einfache Formel anzuwenden: Sie eigne sich vielmehr als statistische Kennziffer für Gruppen von Personen. Damals wurden zunächst noch weder das Geschlecht noch das Lebensalter mit einbezogen. Auch heute gibt es doch die ganz einfache BMI-Formel, doch ein Arzt wird die weiteren Faktoren immer mit berücksichtigen. Dennoch ist ein BMI Rechner so simpel anzuwenden, dass schon damals und bis zur Gegenwart jedermann den BMI Rechner liebt und ihn gern anwendet.

Der Body Mass Index in der Gegenwart

Ärzte empfehlen durchaus die Anwendung des BMI, doch nicht nur sie halten ihn für relevant. Auch die WHO wendet ihn an, um Normal-, Über- und Untergewicht festzustellen. Die Sonderorganisation der Vereinten Nationen gibt sogar Normwerte für BMI Tabellen vor. Auch Versicherungen, Krankenkassen, und staatliche Gesundheitsorganisationen nehmen Bezug auf die BMI-Werte, sie schätzen damit Gesundheitsrisiken ein. Es gibt zwar auch Kritik, die ebenfalls schon alt ist: Die BMI-Formel ist einfach, das gefällt wissenschaftlich orientierten Betrachtern nicht. Natürlich beeinflussen weitere Faktoren unsere Gesundheit und entsprechende Risiken. Ein hoher BMI muss nicht die Sterblichkeitsrate beeinflussen. Fitte Menschen mit Übergewicht leben möglicherweise gesünder als faule, wenngleich schlanke Personen. Die Verteilung des Körperfetts berücksichtigt der bloße BMI nicht, auch der individuelle Körperbau wird dabei nicht gemessen. Die Verteilung von Fettgewebe beeinflusst aber signifikant Gesundheitsrisiken, beispielsweise die Möglichkeit, an Diabetes oder Herz-Kreislauf-Störungen zu erkranken. Wer um den Bauch Speckringe trägt, kann eher einen Herzinfarkt oder Gefäßverkalkungen erleiden als eine Person mit dicken Oberschenkeln und Armen. Bei Spitzensportlern kann die reine BMI-Messung wenig aussagekräftig sein, denn ihre Muskelmasse erhöht auch das Gewicht. Sehr kräftige Sportler würden allein nach ihrem BMI als übergewichtig gelten, dabei ist ihr Körperfettanteil sehr gering. Außerdem können auch ganz normale, aber dennoch etwas übergewichtige Menschen resistenter gegen Infektionen sein. Doch größtenteils hilft uns der BMI, unseren Körperzustand besser zu verstehen.

Die BMI-Formel

  • Diese Formel ist einfach. Zur Berechnung sind als Daten nur das Körpergewicht und die Körpergröße erforderlich.

BMI = Gewicht in kg : Körpergröße in m² Beispiel: Ein Mensch ist 1,70 groß und wiegt 75 kg. Sein BMI beträgt

  • 75 : (1,7)² = 25,95

Man unterscheidet heute die BMIs von Männern und Frauen. Dennoch gibt es immer noch eine einheitliche WHO-Tabelle zu den Gesundheitsrisiken:

  • Ein BMI unter 16 bedeutet starkes Untergewicht mit entsprechend hohen Gesundheitsrisiken.
  • Ein BMI zwischen 18,5 bis unter 25,0 bedeutet Normalgewicht.
  • Ein BMI über 25 bis unter 30 bedeutet leichtes Übergewicht.
  • Ab dem BMI 30 beginnt die Fettleibigkeit.
  • Ein BMI über 40 bedeutet Adipositas Grad III mit sehr starken Gesundheitsrisiken.

Der BMI für Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder

Es ist inzwischen erwiesen, dass es den einheitlichen BMI nicht geben kann, weshalb die Betrachtung nach Geschlecht und Lebensalter differenziert vorgenommen wird. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat in jüngerer Zeit die BMIs für beide Geschlechter und verschiedene Altersgruppen klassifiziert. Demnach können sich Frauen über einen BMI von 19 bis 24 freuen, er gilt für sie als ideal. Das hängt mit der Relation zwischen Muskeln und Fett im weiblichen Körper zusammen. Bei Männern wird der BMI ab 20 bis 25 empfohlen, die zusätzliche Muskelmasse der Herren bringt etwas mehr Gewicht, das in den BMI-Rechner einbezogen werden sollte. Für Bodybuilder ist der Rechner allerdings weniger geeignet, denn ihre schwere Muskelmasse ließe sie nach dem BMI-Rechner übergewichtig erscheinen. Bei Jugendlichen muss der ermittelte ideale BMI - der regelmäßig unter dem von Erwachsenen liegt - stark mit der Wachstumskurve abgeglichen werden, denn während der Pubertät verändern sich die Muskel- und Fettanteile im Körper gewaltig. Wachstumsschübe drücken den BMI nach unten, die Teenager werden plötzlich groß und dünn. Experten nennen die in diesem Alter auftretenden Phänomene geschlechtsspezifische BMI-Perzentilen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung liefert für diese Altersgruppe Referenzwerte. Wenn ein 14-jähriges Mädchen einen BMI von 15 hätte, läge sie in der 15. Perzentile und wäre nach diesen Maßstäben untergewichtig. Auch für Babys und Kleinkinder gibt es solche Angaben, die zunehmend in den Fokus der Eltern rücken. Zwar bezeichnet man das Übergewicht der Kleinsten liebevoll als Babyspeck, doch inzwischen wächst die Sorge, dass sich dieser nicht mehr auswächst. Eine Einschätzung fällt schwer, daher liefert der BMI für Kinder wirklich nur grobe Richtwerte. Viele BMI-Rechner für die Kinder sollten erst ab dem achten Lebensjahr angewendet werden.

BMI und Idealgewicht

Nachdem nun mit dem BMI-Rechner ein Mittel zur Verfügung steht, um den eigenen Körper angemessen zu beurteilen, fragt es sich, wie das Idealgewicht der meist leicht übergewichtigen Mitteleuropäer zu erreichen ist. Daher folgen hier einige Tipps für dieses Vorhaben.

  • Tipp Nummer 1: Die Ernährung sollte ausgewogen und vielseitig sein. Die Kombination verschiedener Lebensmittel gilt als Zauberformel, wobei viele Nährstoffe, aber wenig Energie in der Nahrung hilfreich sind. Pflanzliche Kost liefert diese Voraussetzungen.
  • Tipp Nummer 2: Vollkornprodukte liefern Energie und enthalten gleichzeitig Vitamine, Ballaststoffe und Mineralien. Sie dürfen aber nicht überwiegen.
  • Tipp Nummer 3: Obst und Gemüse stehen ganz weit oben auf der Prioritätenliste einer gesunden Ernährung. Fünf Portionen am Tag gelten als ideal, Gemüse ist dabei noch wichtiger als Obst.
  • Tipp Nummer 4: Milch und Milchprodukte sind gesund, Fisch wird mindestens einmal wöchentlich empfohlen, auch Fleisch ist nicht verkehrt. Auf diese Weise kommen wir zu Calcium und Jod, n-3-Fettsäuren und Selen, nur ist die Menge bei diesen Lebensmitteln entscheidend. Wurst ist ein relativ schlechtes Fleischprodukt, während Geflügel als gesund gilt.
  • Tipp Nummer 5: Maximal 80 Gramm Fett genügen pro Tag, ganz verzichten müssen und sollten wir nicht darauf. Wir brauchen die fettlöslichen Vitamine, müssen aber das “unsichtbare” Fett im Fastfood und in vielen Süßwaren vermeiden. Pflanzliche Fette und Öle sind gesünder als Produkte vom Tier.
  • Tipp Nummer 6: Bewegung macht uns nicht nur schlanker, weil wir Energie verbrennen, sie kurbelt auch den Stoffwechsel an. Zwischen 30 Minuten und einer Stunde am Tag sollte sich jeder Mensch so bewegen, dass er außer Atem kommt. Das stärkt auch das psychische Wohlbefinden.

Der BMI von Stars und Models

Dass viele Models untergewichtig sind, ist inzwischen erwiesen und sollte keinesfalls als Vorbild dienen. Ihr BMI zeugt nicht mehr von Gesundheit, auch viele Filmstars sind davon betroffen. Sie haben kaum eine Wahl: Nur Schauspieler und Models mit perfekten Körpern erhalten ab einem bestimmten Anspruch und Niveau die großen Rollen. Hinter den superschlanken Körpern können Essstörungen stecken, das sollten sich alle Nachahmer vor Augen halten. Auch wenn die Medien das Bild des perfekten Superkörpers hartnäckig propagieren, taugt es aus medizinischer Sicht nicht als Aushängeschild. Untergewichtige Menschen verkraften Infektionskrankheiten schlechter, Frauen können sogar unfruchtbar werden. Nicht umsonst spricht man schon länger vom “Wohlfühlgewicht”, das wohl kein Model oder Star mitbringt.

Ist der BMI für einen Kinderwunsch wichtig?

Das ist er in der Tat. Frauen mit einem “gesunden” BMI sind fruchtbarer, ein idealer Wert liegt zwischen 20 bis 25. Nur dürfen übergewichtige Frauen deshalb keine Hungerkur anfangen, denn dann fehlen die essenziellen Nährstoffe, Mineralien und Vitamine. Untergewichtig sollten Frauen mit Kinderwunsch gleich gar nicht sein, das beeinflusst ihren Eisprung. Untergewicht beginnt, wenn der BMI unter 18 sinkt. Übergewicht wiederum bringt oft den Hormonhaushalt durcheinander, was die Empfängnischancen verringert.

Der BMI im Berufsleben

Auch für den Beruf spielt der BMI eine Rolle. Arbeitgeber möchten gesunde MitarbeiterInnen beschäftigen, der öffentliche Dienst lässt daher bei amtsärztlichen Untersuchungen den Body Mass Index ermitteln. Wer sich verbeamten lassen möchte, sollte darauf achten. Ab dem ungesunden BMI von 30 könnte das hierzu nötige Gesundheitszeugnis verweigert werden. Dass die Bundeswehr bei Musterungen ebenfalls den BMI heranzieht, verwundert in diesem Kontext nicht.

Gefahr durch zu geringen BMI

Unterernährte Menschen geraten allmählich in Lebensgefahr. Da echte materielle Not hierfür praktisch nicht ausschlaggebend sein kann - keine soziale Gruppe in Mitteleuropa muss ernsthaft hungern -, vermuten Ärzte hinter einem extrem niedrigen BMI immer entweder eine organische Krankheit oder eine psychische Störung. Zwar darf niemand wegen seines Gewichts diskriminiert werden, doch Ärzte können eine Zwangseinweisung anordnen, wenn die Person sich offenbar selbst gefährdet. Das wäre übrigens auch bei extremer Adipositas möglich, doch das sind die absolut seltensten Fälle.

Der tierische Body Mass Index

Kaum zu glauben, aber es gibt ihn: den BMI für Tiere. Zu dicke Hunde und Katzen haben wir alle schon einmal gesehen. Deren Herrchen und Frauchen fragen sich natürlich, wie gefährlich das für ihren vierbeinigen Liebling ist und was sie unternehmen können. Die Haustiere sind meistens aufgrund einer falschen Ernährung zu dick. Um wie viel zu dick konkret kann mithilfe des BMI für Hunde/Katzen ermittelt werden. Er heißt aber anders, nämlich BCS (Body Condition System), ansonsten ist er dem BMI für uns Menschen sehr ähnlich und wird natürlich auch auf andere Tiere angewendet (unter anderem auf Pferde). Nur ist zu beachten, dass es aufgrund der Rassevielfalt gerade bei Hunden einer großen Differenzierung bedarf. Es gibt für den BCS - den tierischen BMI - neun Klassen für verschiedene Ernährungszustände von Hunden und Katzen. Die Anwendung ist auch für Laien nicht schwierig:

  • Untergewicht ist durch die Klassen 1 bis 3 definiert.
  • Tiere mit Normalgewicht befinden sich in den Klassen 4 oder 5.
  • Das Übergewicht beginnt ab Klasse 6.
  • Die Klassen 7 bis 9 beschreiben Fettleibigkeit von Tieren.

Für Katzen kann der BCS auf diese Weise einheitlich angewendet werden, für Hunde gibt es vier zusätzliche Größenklassen: Es werden kleine, mittelgroße, große sowie sehr große Hunde unterschieden. Auch für Pferde funktioniert der BCS in ähnlicher Weise, wobei hier außerdem das Einsatzgebiet des Pferdes, sein Trainingsgrad und die Pferderasse hinzugezogen werden.

BMI: Fazit

Das hätte sich der Forscher Adolphe Quetelet vor fast zweihundert Jahren nicht träumen lassen: Seine Formel für die Normalität von Menschen lebt und entwickelt sich weiter, sie wird eifrig diskutiert, inzwischen auch bei Tieren angewendet und in der ganzen Welt beachtet - sogar von den renommiertesten Organisationen wie der WHO. Ihre Bedeutung kann gar nicht hoch genug gewürdigt werden. Es ist eine simple Formel, das stimmt, doch Simplizität ist nicht immer schlecht. Die größten Genies haben nach solchen “Weltformeln” gesucht, Albert Einsteins E = mc² ist das berühmteste Beispiel dafür. Wir haben also keinen Grund, dem Body Mass Index zu misstrauen oder ihn zu verwerfen. Schön, dass es so einfache BMI-Rechner für uns alle gibt.

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