Unterhaltsrechner - So viel Unterhalt fällt pro Kind an

Für den Unterhalt von Kindern gelten gesetzliche Regelungen, welche die Grundlage für die sogenannte Düsseldorfer Tabelle darstellen. Diese Tabelle passt der Gesetzgeber gelegentlich an die Inflation (Preis- und Einkommensentwicklung) an.

Aufbau unseres Unterhaltsrechners

Die gesetzlichen Regelungen besagen, dass sich ein zu zahlender Unterhalt aus folgenden Faktoren ergibt:

  • Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen
  • seine Erwerbstätigkeit
  • seine berufsbedingten Aufwendungen
  • ein mögliches Immobiliendarlehen
  • Zahl und Alter der Kinder, die zu versorgen sind

Diese Angaben tragen Nutzer in den Unterhaltsrechner ein. Dieser errechnet daraus den Unterhalt. Für das Ergebnis besteht keine Rechtsgewähr.

Was ist die Düsseldorfer Tabelle?

Nach der Düsseldorfer Tabelle werden bundesweit die Unterhaltsansprüche geregelt, die Kindern zustehen. Der Unterhalt staffelt sich nach Altersgruppen. Für seine Berechnung sind die Angaben in unserem Unterhaltsrechner maßgebend, wobei das Kindergeld zwischen den Elternteilen aufgeteilt wird. Aus diesem Grund zieht der Unterhaltsrechner das Kindergeld automatisch hälftig vom ermittelten Unterhaltsbetrag ab. Der Rechner berücksichtigt darüber hinaus die Staffelung von Kindergeld nach der Anzahl der Kinder. Die Düsseldorfer Tabelle passt der Gesetzgeber gelegentlich an, eine wichtige Änderung gab es zum 1. Januar 2016. Bis Ende 2015 war für den Mindestunterhalt der Steuerfreibetrag maßgebend. Ab Januar 2016 wurde er am Existenzminimum eines Kindes ausgerichtet. Die Anpassung dieses Existenzminimums wird seither alle zwei Jahre vorgenommen. Für Unterhaltspflichtige ist wichtig zu wissen, dass der Kindesunterhalt sich zwischen ehelichen und unehelichen Kindern nicht unterscheidet. Die juristischen Grundlagen finden sich im § 1612a BGB.

Besondere Unterhaltspflicht gegenüber Minderjährigen

Der Gesetzgeber geht von einer “gesteigerten” Unterhaltspflicht gegenüber minderjährigen Kindern aus. Diese verpflichtet den Partner, der Unterhalt zahlen muss, zu jeder zumutbaren Arbeit beziehungsweise zu sonstigen Anstrengungen, um den berechneten und geforderten Unterhalt des Kindes sicherzustellen. Das schließt die Verpflichtung zum Einsatz des eigenen Vermögens und auch zu einer Nebentätigkeit ein. Sollte der Unterhaltspflichtige arbeitslos werden, reduziert sich seine Zahlungspflicht nur dann, wenn er alle zumutbaren Anstrengungen unternimmt, um wieder Arbeit zu finden. Als zumutbar gelten mindestens 20 Bewerbungen auf einen Job pro Monat.

Wie wird das Einkommen des Unterhaltspflichtigen ermittelt?

Zum Einkommen des Unterhaltspflichtigen - Berechnungsgrundlage für den Unterhaltsanspruch - zählen sämtliche Nettoeinkünfte. Lediglich berufsbedingte Aufwendungen sind abzugsfähig, was per Pauschalabzug (5 %) oder durch Einzelnachweis geschieht. Berücksichtigungsfähige Schulden sind ebenfalls abzugsfähig, was vorrangig einen Immobilienkredit betrifft. Ansonsten wäre schließlich die Miete anzurechnen. Sollte der Unterhaltspflichtige wieder heiraten und sich dadurch seine Finanzlage verbessern, könnte das im Grunde berücksichtigt werden. Dieser Punkt gilt aber als strittig. Unstrittig ist hingegen der Anspruch des Unterhaltspflichtigen auf einen Selbstbehalt, über den sich das Paar nach der Trennung einigen kann. Wenn diese Einigung nicht einvernehmlich erfolgt, legt das Familiengericht den Selbstbehalt in seiner Höhe fest. Er wird in der Düsseldorfer Tabelle ebenfalls aufgelistet. Da es über diese Rahmenbedingungen immer wieder zum Streit und damit zu Prozessen kommt, erlassen die Oberlandesgerichte der einzelnen Bundesländer mit ihren Urteilen entsprechende Leitlinien. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht fällt in letzter Instanz die führenden Entscheidungen und aktualisiert daraufhin die Düsseldorfer Tabelle. An dieser Tabelle orientieren sich die meisten Oberlandesgerichte, daher variieren zwischen den Ländern die Selbstbehalte nur leicht. Dennoch gibt es Unterschiede, was Unterhaltspflichtige und Ex-Partner wissen sollten.

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