Berechnen Sie hier die Zinsen inkl. Zinseszins für Ihr angelegtes Kapital

Mit unserem Zinsrechner können Sie verschiedene Aspekte einer einmaligen Kapitalanlage berechnen. Er ermittelt aus bekannten Faktoren eine bislang nicht bekannte Größe. Damit ist es möglich, verschiedene Szenarien durchzuspielen, beispielsweise den Kapitalzuwachs einer Anlage über einen langen Zeitraum inklusive Zinseszins.

Wie funktioniert der Zinsrechner?

Sie klicken anfangs im rechten, dunkel unterlegten Feld diejenige Größe ein, die Sie berechnen möchten. Links im weißen Eingabefeld tragen Sie dann die Ihnen bekannten Größen ein. Zur Auswahl stehen jeweils:

  • Anfangskapital
  • Zinssatz
  • Laufzeit
  • Endkapital

Steuerliche Aspekte berücksichtigt der Zinsrechner ebenfalls unter Berücksichtigung des verfügbaren Freibetrages. Sie könnten als beispielsweise das Endkapital auf eine Anlage von 1.000 Euro bei einem Anlagezeitraum von 10 Jahren inklusive Steuern und unter Berücksichtigung Ihres vollen Freibetrages bei einem bekannten Zinssatz mit Zinseszins ermitteln. Das wäre ein gängiges Szenario, das mehrere Fakten unterstellt: Sie lassen das Kapital auf dem Konto liegen, die Zinseszinsen werden jährlich gutgeschrieben, Sie nutzen den vollen Freibetrag für dieses Anlagekonto. Es gibt auch andere Szenarien. So könnte Ihre Bank den Zinseszins quartalsweise oder halbjährlich gutschreiben. Sie möchten als Anleger von den Zinsen profitieren und entnehmen diese wenigstens gelegentlich dem Anlagekonto. In so einem Fall wäre es möglich, dass Sie den Zinsgewinn nur für einige Monate berechnen. Wechseln Sie dann bei der Laufzeit auf “Monate”. Dass Sie den Zinssatz frei eintragen können, ist leicht ersichtlich, doch Sie können auch die anderen Daten verändern - selbst den Freibetrag. Es ist nämlich nicht zwingend, dass Sie für ein einziges Anlagekonto den vollen Freibetrag von 801 Euro pro Person und Jahr in Anspruch nehmen. Sie könnten diesen auch auf mehrere Konten verteilen. Dann tragen Sie im Feld “Freibetrag” nur denjenigen für dieses Anlagekonto ein. Es gibt auch andere Fragestellungen wie etwa: Wie viel Geld müsste ich anlegen, um nach 10 Jahren bei einem bekannten Zinssatz als Endkapital eine Summe X zu erhalten? Oder: Wie lange müsste ich mein Geld anlegen, um beim Ausgangskapital X und einem bekannten Zinssatz die Summe Y zu erhalten? Oder: Wie viel Zinsen müsste eine Anlage abwerfen, damit bei bekanntem Ausgangskapital sowie bekannter Laufzeit ein bestimmtes Endkapital entsteht? Solche Fragen tauchen regelmäßig dann auf, wenn Menschen überlegen, wie sie mit einer Geldanlage umgehen sollen.

Was ist ein Zinseszins?

Der Zinseszins entsteht, wenn Sie einer Anlage keinerlei Kapital und/oder Zinsgewinne entnehmen. Die Bank schlägt dann den entstandenen Zins dem Grundkapital zu und verzinst den so entstandenen Betrag wiederum mit dem vereinbarten Zinssatz. Achtung: Es gibt Festgeldkonten, auf denen der Zinseszins auch monatlich oder quartalsweise zugeschlagen wird. Das bringt dem Sparer leichte Vorteile, die wir in dieser Betrachtung vernachlässigen wollen. Eine grundlegende Rechnung, die in den meisten Fällen (bei jährlicher Gutschrift) auch so anwendbar ist, lautet:

  • Ausgangskapital: 1.000 €
  • Zinssatz pro Jahr: 2,5 %
  • Laufzeit: vier Jahre
  • Zinsgewinn nach einem Jahr: 25 €, daher neu 1.025 € zu verzinsen
  • nach dem zweiten Jahr: 1.050,625 € (nämlich 1.025 € + 2,5 % Zinsen darauf)
  • nach dem dritten Jahr: 1.076,8906
  • nach dem vierten Jahr: 1.103,8128

Der Endbetrag ist höher, als wenn nur jährlich 2,5 % zum Grundkapital hinzugekommen wären - dann betrüge der Endstand nach vier Jahren nur 1.100 €. Der Zinseszins bringt in diesem Fall in vier Jahren einen Gewinn von ~3,81 €.

Einfluss der Steuer

In Deutschland wird eine Kapitalertragssteuer erhoben. Diese beträgt pauschal 25 %, wobei Anleger mit einem individuellen Einkommenssteuersatz unter 25 % auch für ihre Kapitalerträge einen niedrigeren Steuersatz wählen können. Zu diesen 25 % kommen noch der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer, die aber nicht auf das Grundkapital, sondern die Steuerlast berechnet werden. Durch eine relativ komplexe Rechnung entsteht dann (abhängig vom Kirchensteuersteuersatz) eine bestimmte Kapitalertragssteuer von leicht über 25 %, die der Zinsrechner berücksichtigt.

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