Mit dieser Steuer müssen Sie für Ihr Motorrad rechnen

Die Höhe der Motorradsteuer richtet sich nach dem Hubraum des Kraftrads. Dabei entfallen auf je 25 cm³ jährlich 1,84 €. Diese Regelung besteht in Deutschland schon seit dem Jahr 1955. Kradfahrer entrichten ihre Motorradsteuer im Voraus. Die modernen dreirädrigen Motorräder (Trikes) werden als Pkw besteuert.

Lässt sich bei der Motorradsteuer etwas einsparen?

Über die Abgasemissionen sind bei Motorrädern keine Einsparungen möglich, sie spielen bislang keine Rolle für die Besteuerung. Das könnte sich aber in naher Zukunft ändern, denn auf Bundesebene gibt es schon seit 2016 Überlegungen, die Abgasemissionen doch bei der Besteuerung von Motorrädern zu berücksichtigen. Bislang (2018) fehlt aber eine entsprechende EU-Abgasvorschrift. Jedoch wird bei den Neuzulassungen von Motorrädern inzwischen schon das Emissionsverhalten des Kraftrads in dessen Zulassungsbescheinigung Teil 1 dokumentiert. Biker können jedenfalls mit Stand 2018 nur bei der Motorradsteuer sparen, wenn sie ein Saisonkennzeichen verwenden. Das ist auch üblich, weil schließlich kaum jemand im Winter ein Kraftrad nutzt. Bei der Verwendung des Saisonkennzeichens rechnet das Finanzamt die Motorradsteuer taggenau ab. Die genaue Belastung können Sie über unseren Motorradsteuer Rechner ermitteln. Sie benötigen hierfür lediglich die Informationen zum Hubraum und zum Anmeldezeitraum.

Wie wird Motorradsteuer entrichtet?

Die Bezahlung erfolgt wie bei jeder Kraftfahrzeugsteuer per Lastschrift im Voraus für ein Jahr. Wenn der Steuerbetrag 500 Euro überschreitet, kann der Halter halbjährlich bezahlen. Das kostet einen Aufschlag von 3 %. Motorräder mit so großem Hubraum gibt es aber praktisch nicht (rund 6.800 cm³), daher müssen Motorradhalter immer von der jährlichen Zahlung ausgehen. Ohne Steuerzahlung wird jedes Kraftfahrzeug amtlich stillgelegt.

Die Oldtimerregelung und die Steuerbefreiung für Kleinkrafträder

Wer ein Oldtimer-Motorrad mit einem entsprechenden Kennzeichen fährt, zahlt unabhängig vom Hubraum nur eine pauschale Motorradsteuer von jährlich 46,02 €. Kleinkrafträder mit einem Hubraum unter 125 cm³ und/oder einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit unter 46 km/h sind von der Motorradsteuer befreit. Diese Steuer, welche wie üblich die Zollverwaltung einzieht, gilt nur für Motorräder mit Zulassungspflicht. Die genannten Kleinkrafträder sind davon ausgenommen.

Saisonkennzeichen nutzen: Vorteile für Motorradfahrer

Das Saisonkennzeichen spart Motorradsteuer und noch mehr Versicherungsbeiträge, weshalb es sogar einige Pkw-Fahrer nutzen. Dieses Saisonkennzeichen können die Kraftfahrer - vorrangig Motorradfahrer - bei ihrem Versicherer anfordern, wenn sie nur in der warmen Jahreszeit fahren. Prinzipiell ist das Saisonkennzeichen für beliebige Zeiträume erhältlich (aber immer für volle Monate). Außerhalb der auf dem Kennzeichen vermerkten zugelassenen Saison muss das Fahrzeug stillgelegt werden. Auch das Parken auf öffentlichen Straßen ist dann nicht erlaubt. Motorradfahrer nutzen gern ein Saisonkennzeichen, weil sie im Winter wegen der Kälte und der Unfallgefahr durch Glatteis nicht fahren möchten. Die jeweils zugelassenen Monate sind auf dem Saisonkennzeichen ablesbar. Für diese Monate zahlt der Kraftfahrer anteilig die Motorradsteuer sowie die entsprechenden Versicherungsbeiträge. Zwar wäre es möglich, ein Saisonkennzeichen auch nur für eine sehr kurze Nutzungsdauer pro Jahr zu wählen (ab zwei Monate), doch es ist ein Mindestzeitraum von sechs Monaten zu empfehlen. Bei kürzerer Nutzung erlischt bei vielen Versicherern der Schadenfreiheitsrabatt.

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